Donnerstag, 12. Dezember 2013

Mit Berge und Meer nach Istanbul, Teil 2

Am nächsten Tag standen die Besichtigung der Hagia Sophia, die Blaue Moschee und für den Nachmittag des Top Kapi Serail auf dem Programm. 

Wieder ging es mit dem Bus rund um die Altstadt herum, mit Blick auf die teils noch gut erhaltenen Reste der Stadtmauer und des römischen Kaiserpalastes



hin zu einem zentral gelegenen Parkplatz, von wo man alle Sehenswürdigkeiten gut zu Fuß erreichen konnte.

Zum Glück war das Wetter immer besser geworden und wir konnten trockenen Fußes zur Hagia Sophia laufen, wo wir dank der bereits vom Reiseführer besorgten Eintrittskarten an den langen Warteschlangen vorbei zum Eingang gehen konnten. 






Im Inneren gab unser Führer einige Erklärungen per Kopfhörer und dann hatten wir genügend Zeit, das wunderbare Gebäude im eigenen Tempo zu besichtigen. 







Ich habe auch wieder meinen Daumen in das Loch an der Nassen Säule gesteckt und um 360 Grad gedreht, um meine Rückkehr nach Istanbul zu gewährleisten:



Bisher hat es schon drei mal gewirkt!

Nach der Hagia Sophia stand die Besichtigung der Sultan Ahmet Moschee auf dem Plan, die auch die Blaue Moschee genannt wird. Die beiden Gebäude liegen sich ja genau gegenüber, dazwischen ein parkartig angelegter Platz mit schönen Springbrunnen.



In der Moschee bekamen wir auch wieder Freizeit nach einer kurzen Erklärung der Baugeschichte und des Gebäudes, und ich war wieder ganz ergriffen von der Schönheit und der Harmonie der Innenausstattung.



Ich habe die Freizeit genutzt, um meine Füße etwas auf dem schönen Teppich auszuruhen. 






Nach der Mittagspause 


mit Gelegenheit für:


oder


schauten wir im Vorübergehen den Hyppodromplatz 

 
samt Obelisk an


 und dann ging es dann weiter zum Topkapi Serail


wo man sich vor dem Eingang mit diesem farbenprächtigen Sultan fotografieren lassen konnte, ähnlich den Gladiatoren, die in Rom vor dem Kolosseum bereitstehen. Der Mann mit dem Handy ist wahrscheinlich sein Manager.



Das Topkapi Serail ist sehr weitläufig


und wir bekamen eine etwa einstündige Führung und danach wieder Freizeit. Wir haben uns bei unserem Reiseleiter abgemeldet, um anschließend noch auf eigene Faust den Harem zu besichtigen. Unser Hotel lag ja in guter Entfernung von allen Sehenswürdigkeiten und so hatten wir kein Problem, abends wieder dorhin zurück zu laufen. 



Noch mehr prächtiger orientalischer Barock:


Endlich konnte ich den Haremsbereich besichtigen, bei meinem ersten Aufenthalt in Istanbul war er noch nicht öffentlich und bei den anderen beiden Malen war unser Zeitplan zu eng dafür. 

Großzügige Innenhöfe:



und die prächtigen Kacheldekorationen:




Eine wunderbare Aussichtsterrasse hin zum Bosporus:


Ich bin sehr froh, dass ich endlich diesen Teil des Serails besichtigen konnte!

Am nächsten Morgen stand der obligatorische Besuch einer Lederwarenfabrik auf unserem Programm. Es gestaltete sich aber sehr angenehm, wer kein Interesse daran hatte, konnte nach der kurzen Vorführung dort einen Spaziergang zum Großen Basar machen, der nur fünf Minuten entfernt lag. 



Wir nutzten die Gelegenheit, mitten im Basar einen Tee zu trinken, bevor wir uns wieder mit unserer Gruppe getroffen haben. 



Am Nachmittag stand die gebuchte Schiffsfahrt auf dem Bosporus auf unserem Programm, mit dem Bus ging es zu den Anlegeplätzen der Touristenboote. Am Ufer gab es viele Fischbrötchenstände und diesen Verkäufer 


von dem ich einen seiner köstlichen Sesamkringel gekauft habe. 



Unter der Bosporusbrücke hindurch


 an unzähligen prächtigen Villen und Palästen vorbei



wieder zurück mit Blick auf die Neustadt



Diese Bootsfahrt sollte man unbedingt machen, weil einem dann erst die gigantische Ausdehnung der Stadt deutlich wird, und weil man so ein inneres Bild von der Lage auf zwei Kontinenten bekommt, die durch die Bosporusbrück und die Fähren verbunden sind. 

Am Nachmittag fuhren wir mit unserem Bus durch die Neustadt hindurch


 hinüber zu einem Aussichtspunkt auf der asiatischen Seite der Stadt.



Windig war es dort oben!




An unserem letzten Morgen hatten wir noch zwei Stunden Zeit, einen Spaziergang zum antiken römischen Aquädukt zu machen, das sich kilometerlang in noch recht guter Erhaltung durch die Altstadt zieht:





Um die Mittagszeit kam unser Transferbus zum Flughafen, wo wir pünktlich mit Turkish Airlines samt Chefkoch Richtung München abflogen



wo leider der Winter noch alles fest im Griff hatte!



 Die Rückfahrt mit dem Zug nach Nordbayern klappte problemlos und so konnte ich gegen 23 Uhr in mein eigenes Bett fallen.


Insgesamt war die Reise ein positives Erlebnis. Wie immer bei Berge und Meer war das Preis-Leistungs-Verhältnis in Ordnung, für einen Dreisterne Reisepreis kann man keine Fünfsterne-Reise erwarten. Die Organisation klappte sehr gut, die Termine wurden eingehalten, das Ausflugsprogramm war reichhaltig, aber nicht zu anstrengend mit viel freier Zeit an den Sehenswürdigkeiten. Ich würde diese Reise empfehlen für Menschen, die noch nicht in Istanbul waren und einen guten Überblick über die Stadt bekommen möchten. Für mich persönlich hätte ich mir nach dem Programm noch zwei weitere Tage für eigene Besichtigungen gewünscht. Zum Beispiel war ich wieder nicht im Antikenmuseum - aber beim nächsten Aufenthalt klappt das sicher!






Montag, 9. Dezember 2013

Mit Berge und Meer nach Istanbul, Teil 1

Im November 2012 ging es mir wieder so gut, dass ich mich traute, eine Reise für den März 2013 zu buchen. Meine Freundin Esther hatte es auf sich genommen, die unendlich vielen Angebote zu vergleichen und kam mal wieder zu dem Ergebnis, dass Berge und Meer das beste Preis-Leistungs-Verhältnis hatte. Also buchten wir direkt bei Berge und Meer die fünftägige Reise ab München, weil unsere dritte Mitfahrerin aus Augsburg auch mit wollte.






Ca. 14 Tage vor Abreise bekamen wir die Flugzeiten mitgeteilt, was bei mir einen kleinen Nervenzusammenbruch auslöste: 7.25 Uhr ab München! Das ist ein bisschen unpraktisch, wenn man erst noch vom äußersten Unterfranken nach München anreisen muss, vor allem, wenn man die kostenlose Rail-and-Fly-Option nutzen will. Der letzte ICE von Aschaffenburg nach München geht so gegen 23 Uhr, was bedeutet, dass man dann um 1 Uhr am Flughafen ist, und das Einchecken fängt so gegen 5.30 Uhr an. Hm.



Diese Bänke sind sowas von hart! Und kalt war es, mehr als eine halbe Stunde konnte man beim besten Willen nicht schlafen. Als wir Stunden später unsere Koffer endlich aufgegeben hatten, haben wir uns dann das schon traditionelle Frühstück bei McDonalds gegönnt:



Der Flug selbst verlief sehr ruhig und angenehm, Turkish Airlines hat sogar Menükarten auf seinen Flügen:



Die Maschine war voll bis auf den letzten Platz, aber die Sitze und die Abstände waren groß genug, zumindest für normalgewachsene Frauen war es ein bequemer Flug.



In Istanbul wurden wir und ca. 20 andere Reisende am Flughafen vom Berge und Meer Transferbus abgeholt und auf vier verschiedene Hotels verteilt. Die glücklicheren Reisenden wurden wirklich in dem schon im Katalog genannten Hotel Mirilayon abgeladen, die weniger glücklichen im Hotel Royal.



Mal wieder typisch Berge und Meer - gerade noch akzeptables drei Sterne - Hotel, klein und schon etwas älter, gelegen in einer Gegend, die unser Reiseleiter als Rotlichtviertel bezeichnete, aber immerhin in Laufentfernung zu den Sehenswürdigkeiten der Altstadt. Und kostenloses W-Lan, was auch positiv zu vermerken ist.


 
Der Vorteil, wenn man am frühen Morgen hinfliegt, ist der, dass man schon um die Mittagszeit zu einem ersten Spaziergang aufbrechen kann:



Wir beschlossen, uns gleich noch die Zisterne anzuschauen, die im Besichtigungsprogramm nicht enthalten war. Ich war ja schon in früheren Jahren zweimal drin und ich muss sagen, da hat sich doch einiges verändert. Früher war das eine Art Geheimtipp, wo man mit drei anderen Touristen zusammen im romantischen Halbdunkel beim Klang klassischer Musik auf den Stegen zwischen antiken Säulen wandelte... heute sieht es so aus:




Sehenswert ist die Zisterne natürlich trotzdem noch!





Am Abend aßen wir in einem der vielen kleinen Lokale, die es rund um unser Hotel gab. Wir haben jeden Tag ein anderes Lokal ausgesucht und wurden nie enttäuscht, die Vielfalt und Qualität waren wirklich erfreulich.



Einmal hab ich sogar Wachteln vom Grill gegessen - die waren sowas von lecker!



Abends sind wir erschöpft in unser Hotel zurückgekehrt und ich habe wunderbar geschlafen, bis der Muezzin mich am nächsten Morgen geweckt hat, aber das war genau rechtzeitig für unser türkisches Frühstück. Danach wurden wir von unserem Reiseleiter am Hotel abgeholt und wir sind zu Fuß zum Bus gelaufen, weil wegen einer Baustelle in der Straße unser Hotel nicht mit dem großen Bus anzufahren war. Aber das gab uns die Gelegenheit, uns mit unserem Reiseleiter Derya anzufreunden, der lange Jahre in Deutschland gelebt hatte, und sehr gut Deutsch sprach.



Er hielt sich nicht sklavisch an den Besichtigungsplan aus dem Katalog, was für mich kein Problem war, weil ich ja schon mehrere Male in Istandbul gewesen war, aber für Mitreisende, die ein komplettes Programm inklusive Neustadtbesichtigung wollten, war es vielleicht eine kleine Enttäuschung.

Zuerst fuhren wir im Stadtteil Eyüp zu einem Aussichtspunkt oberhalb eines alten Friedhofes, den wir zu Fuß durchquerten,



bis wir in einem kleinen Park angekommen waren, wo man bei einer Tasse Tee die schöne Aussicht auf die Königin der Städte genießen konnte:



Am Nachmittag besuchten wir dann im Rahmen des mitgebuchten Ausflugsprogramm die Sülemanye Moschee, 


die ein schönes Beispiel dafür bietet, wie sich bei der Innenausstattung im 19. Jahrhundert auch der europäische Einfluss im orientalischen Barock breit gemacht hat. 


Am späteren Nachmittag war noch Zeit für einen kurzen Abstecher in den großen Basar, immer wieder ein beeindruckendes Erlebnis. 


Vor allem der Ägyptische Gewürzbasar ist immer sehr exotisch und orientalisch für unsere Augen:





Während meine Gruppe im Basar war, nutzte ich die Zeit für einen kleinen Spaziergang in der Nähe und entdeckte einen Markt mit Pflanzen und Tieren direkt an der Außenmauer des Basars:



Es gab auch loses Tierfutter zu kaufen


Und ich habe mir ein Kilo Steckzwiebeln gekauft, die sich im Bürgstadter Garten sehr gut entwickelt haben - jetzt kann ich jedes Mal, wenn ich eine Zwiebel schneide, an die schöne Reise zurück denken!



 Am Abend machten wir dann, statt an der angebotenen Bootsfahrt hinüber zur Neustadt teilzunehmen, noch einen Spaziergang an der Hauptstraße entlang, nicht ohne unsere Nasen an den Scheiben der Baklavaläden plattzudrücken:


Und überall entlang der Straße gab es antike Reste zu bestaunen:



Auch unser Hotel wirkte beim Laternenlicht beeindruckend:




Und ich fiel nach einem erlebnisreichen Tag erschöpft aber glücklich in mein Hotelbett. 






Mittwoch, 2. Oktober 2013

Als blinder Passagier beim Race for the Cure 2013 in Frankfurt

Als ich im Dezember letzten Jahres in Freiburg auf Reha war, saß an meinem Tisch eine Frau, die ein rosafarbenes T-shirt der Susan Komen Stiftung vom Race for the Cure 2011 trug. Sie erzählte soviel Gutes diese Veranstaltung, dass ich beschloss, "nächstes Jahr im September" an diesem Lauf teilzunehmen. 


Zwei andere liebe Reha-Freundinnen wollten sich mir auch anschließen und nun ist es kaum zu glauben, wie schnell ein Dreivierteljahr vergangen ist - und der letzte Sonntag im September da war!

Ich fuhr in aller Frühe mit einer der beiden Freundinnen nach Frankfurt und wir waren ein bisschen unsicher, ob wir im richtigen Parkhaus gelandet waren - aber je näher wir dem Veranstaltungsort kamen, deste mehr Frauen in Sportkleidung und rosa T-shirts liefen in dieselbe Richtung wie wir.


Im Start- Ziel- Bereich und am Mainufer herrschte schon ein riesiges Menschengewimmel: 


Und nur dank moderner Kommunikationstechnik waren wir in der Lage uns mit unserer dritten Freundin zu treffen:


Dann bekamen wir beide unser grünes Gäste-Tshirt und ich bekam sogar eine Barbie-pink-farbene Survivor-Kappe geschenkt:

Und ich konnte meine braune Darmkrebs-Patienten-Schleife darauf anbringen:


Wir wurden dann mit Zumba ein bisschen aufgeheizt:


Bevor es dann auf die zwei Kilometer lange Walking Strecke ging:


Es gab viele Frauen in witzigen Verkleidungen:



 


Und dazwischen ich und meine Freundinnen:

 

Über den Main hinüber:

Und wieder zurück zum Ziel:


Glücklich!


Nächstes Jahr wollen wir uns wieder treffen!