Mittwoch, 23. Mai 2012

Neanderthal Girl




Am letzten Sonntag erwachte der Beste Ehemann von allen schon morgens um halb acht Uhr mit den Worten: "Wo fahren wir hin?"

Dieses völlig unerwartete und erfreuliche Angebot musste ich natürlich sofort gnadenlos ausnutzen und eine Fahrt zur Barbiebörse in Düsseldorf vorschlagen, mit einem erneuten Versuch, anschließend das Neanderthal Museum in Mettmann zu besuchen. 2009 hatten wir das schon einmal versucht und unverrichteter Dinge wieder umdrehen müssen, weil wegen eines Volkslaufs das ganze Tal ein einziges großes Verkehrschaos war.


Nach drei Stunden Fahrt waren wir in Ratingen angekommen, wo ich binnen einer Stunde ein paar Worte mit meinen Sammlerfreunden reden und mein ganzes Geld ausgeben konnte!

Diese Puppe war ein absolutes Schnäppchen, ich weiß, sie sieht nach nix aus, aber ich hab sie gleich der Restauratorin meines Vertrauens mitgegeben und ich bin sicher, dass sie nach der Behandlung eine selten zu findende Schönheit sein wird.


Dieses Mädel hingegen war kein Schnäppchen, aber ich hab mich spontan in die tolle Haarfarbe aus dem ungewöhnlich weichen Material verliebt - und dazu die dunklen Augenbrauen - ist sie nicht schön? Sie bekommt auch von der Restauratorin noch ein paar Tupfer Farbe auf die Lippen, ich bin also mit leerem Geldbeutel und leerer Tasche in das zwischenzeitlich wieder vollgetankte Auto gestiegen, das uns dann in nur zwanzig Minuten zum Neanderthal Museum gebracht hat.


Gleich in der Eingangshalle steht dieser freundliche ältere Herr der Gattung Homo Neandethalensis, im Hintergrund sieht man einen ebenso freundlichen Herrn der Gattung Homo Sapiens Sapiens:



Die ganze Ausstellung ist so sehenswert und schön gemacht, man folgt dem Rundgang und gleichzeitig der Entwicklung der ganzen Menschheit. Immer wieder gibt es richtig schöne Überraschungen:


Dieser Herr war so freundlich, sich mit mir fotografieren zu lassen. Und hier kommt noch eine Nahaufnahme von ihm - ist er nicht toll!?!



Ich bin so begeistert von der Arbeit des Künstlers, der diese Neanderthaler geschaffen hat!

Hinter dem Museum beginnt ein kurzer Weg, der den Besucher zum Neanderthaler Fundort hinführt.


Immer an der Düssel entlang, es ist nicht mehr zu ahnen, dass der Ort im 19. Jahrhundert eine wildromantische Schlucht mit Höhlen in den Steilwänden gewesen ist, die durch den Kalksteinabbau völlig zerstört worden sind.


Nur ein einziger Felsen ist stehengeblieben, sodass man ahnen kann, wie das ganze Tal einmal ausgesehen hat.



Der Weg führt weiter bis zur Fundstelle, die durch diese rotweißen Stangen markiert worden ist. Fünf bis sechs Meter über dem jetzigen Bodenniveau lag einmal die Höhle mit den Neanderthalerknochen.




Es gibt auch einen Weg, den man entlanglaufen kann, dabei schreitet man die gesamte Menschheitsentwicklung ab. Besonders interessant fand ich, dass die meisten und größten Entwicklungen auf den letzten drei Metern stattgefunden haben.




Was hatte ich doch für einen schönen Tag!



Mittwoch, 9. Mai 2012

Liebling, ich habe die Liesl geschrumpft!

Bei unserem Maiausflug in der vergangenen Woche hat der beste Ehemann von allen dieses Foto von mir und meiner "ältesten" Freundin gemacht:



Als ich es abends gesehen habe, war ich schockiert - ich bin ja fünf Zentimeter kleiner als früher!

Unser ganzes Leben lang waren wir Freudinnen gleich groß, noch im Jahr 2008, wie dieses Beweisfoto zeigt:




Aber ich bin im Lauf der letzten Jahre nicht nur in der Länge geschrumpft, sondern auch in der Breite:



Aufgenommen im Jahr 2001 während meiner stärksten Phase, oh weiah.

In den Jahren darauf ging nur durch eine bewusstere Ernährung mein Gewicht so grammweise nach unten, ohne dass ich viel dafür getan habe, ich hatte irgendwo kapiert, dass Diäten bei mir eher kontraproduktiv waren - auf die Dauer gab es eher Zunahme statt Gewichtsverlust. Nach jeder Diät hatte ich ein Jahr später mehr Gewicht als vorher, das musste wohl der berühmte Jojo-Effekt sein, von dem man immer hört.




Aufgenommen im Sommer 2005 mit unserer lieben Mutter, die in Sandalen schneller den Berg hinaufgestiegen war, als ich mit meiner Ausrüstung. Aber immerhin, egal mit welchem Gewicht - ich habe immer versucht mich zu bewegen, als hätte ich Normalgewicht, auch wenn es manchmal schwer fiel.




Irgendwann Anfang Juni 2008 brachte der beste Ehemann von allen eine fotokopierte Seite aus einer Frauenzeitschrift mit nach Hause. Ein Kollege hatte mit der darin beschriebenen Methode 20 Kilo abgenommen.

Das war der Tag als Dr. Pape in mein Leben trat! Die Methode hieß "Schlank im Schlaf" und war wie für mich entwickelt. Dreimal am Tag richtig satt essen und dazwischen fünf Stunden Pause, in denen man nicht immer die Gedanken im Kopf wälzen musste, was man denn jetzt bitte als nächste Zwischenmahlzeit essen könnte.



Bis Weihnachten 2008 hatte ich durch diese Ernährungsumstellung fast mühelos 20 Kilo abgenommen, für mich war das wie eine Revolution!




Doch in den Monaten darauf ging es einfach nicht mehr weiter mit der Gewichtsabnahme, aber immerhin konnte ich das abgenommene Gewicht mehr oder weniger problemlos halten, wenn ich weiter nach der Methode Pape aß. Und das war mehr als ich bei jeder anderen Diät erlebt hatte!



Das war ein völlig neues Lebensgefühl für mich, auch der liebe Mann hatte mit der Methode schön abgenommen.



In den letzten beiden Jahren habe ich grammweise noch weitere fünf Kilo abgenommen, war Mitglied in einem Fitness-Studio geworden und hatte mich mit meinem neuen schlankeren Selbst nach anfänglichem Fremdeln ganz gut angefreundet.




Im vergangenen Winter war ich dann ein paar Wochen im Krankenhaus und habe in dieser Zeit nochmal zwölf Kilo abgenommen und es ist mir gelungen, diese nicht wieder zuzunehmen.



Natürlich darf auch das "ich habe 40 Kilo abgenommem!" Bild nicht fehlen:



Manchmal wünsche ich mir, dass meine Eltern mich heute sehen könnten...




Mittwoch, 25. April 2012

Drei alte deutsche Damen, die träumen vom Gardasee Teil 2

Am nächsten Morgen war der Markttag in Garda, den wir uns natürlich nicht entgehen lassen wollten. Seit meinem letzten Aufenthalt dort war das Marktgelände weiter in Richtung Bardolino gewuchert.



Was es alles zu kaufen gab - natürlich made in Italy!




Um die Mittagszeit brachen wir dann zu unserem Traumziel nach Gardone auf. Jede von uns dreien hatte sich vorher so ihre Gedanken über die geeignete Fußbekleidung für den Tag gemacht:




Dann fuhren mit dem Boot an der schönen Landspitze vorbei hinüber nach Gardone.




Das Palasthotel ist immer ein Foto wert:




dann sind wir hinauf zum Giardino Botanico gestiegen:




Immer wieder einen Besuch wert!




Und wieder etliche Fotos, obwohl ich mir immer vornehme, nicht noch mehr zu fotografieren, aber es war einfach stärker als ich!




Ich war dieses Jahr zum fünften Mal dort und finde doch immer noch etwas Neues zu bestaunen.




Und am Abend wieder zum Essen in "unserem" Fischlokal.




Und am nächsten Morgen war schon unser letzter Tag am Gardasee angebrochen, Verona war unser Ziel für den Tag.




Zuerst in die Arena, wo schon die Aufbauarbeiten für die Opernsaison begonnen hatten.




Danach in die schöne Altstadt von Verona




Und natürlich zum Haus der Julia




Mit dem berühmten Balkon




und der berühmten bronzenen Julia - Statue:




Da hatten wohl schon viele andere Touristen vor mir die glückbringende Brust befingert!




und für jeden eine kleine Balkonszene zum Mitnehmen.




Tja - und schon war der Ostersonntag gekommen - unser Abreisetag, leider viel zu schnell.




Ruck-zuck waren alle unsere Habseligkeiten im Auto verstaut und die Heimreise angetreten.

Auf dem Brennerpass gab es eine ungewünschte Überraschung für uns - Schneefall!




Erst war es nicht so schlimm, aber auf der Nordseite der Alpen hatte es ordentlich geschneit:




Da können wir nur von unserer nächsten Reise an den Gardasee träumen!