Montag, 2. Juli 2012

Der verlorene Blogeintrag

Und so begab es sich im letzten Winter, dass ich meinen Rechner hochfuhr, um die Berichterstattung über meinen Orlandoaufenthalt vom letzten Sommer zu vollenden. Zwei Stunden lang schrieb ich den originellen Beitrag "Warum ich nach Orlando geflogen bin - Teil 2" und speicherte immer schön zwischendurch ab, ich bin ja eine erfahrene und leidgeprüfte Bloggerin, die schon mal einen Beitrag wegen eines Computerabsturzes verloren hatte.

Als ich den Button für die Veröffentlichung meines Eintrages drückte, fror der Rechner ein und ich noch ganz froh, dass ich immer zwischendurch gespeichert hatte. Tja, als ich die gespeicherte Version laden wollte, war der Beitrag außer dem Titel und dem letzten Bild leer!

Heul! Auf den Boden schmeiß und Haare rauf! Nix, alles weg, alles perdu! Meine Forschung in verschiedenen Bloggerforen ergab dann, dass die Speicherfunktion schon seit längerer Zeit nicht funktionierte, was für eine Schande! Ich war so traurig und frustriert, dass ich das Projekt Orlando Teil 2 auf unbestimmte Zeit verschob, aber heute will ich endlich nochmal einen Versuch wagen.




Nach zwei Tagen im Universal Studios Park machte ich mich mit einem Bus auf den Weg ins Kennedy Air Space Center.

Die Fahrt dauert ungefähr eine Stunde, die uns aber nicht lang wurde, unser Busfahrer war mehr von der gesprächigen Sorte und unterhielt uns mit seinen Geschichten über Schlangen, Alligatoren und andere Tieren, die man in Florida in seinem Pool finden kann.


Das Gelände ist sehr weitläufig und man muss sich für eine der Touren entscheiden, um möglichst viel zu sehen, alles kann man unmöglich an einem einzigen Tag schaffen, weil die ganzen Busfahrten samt Wartezeiten auf dem Gelände noch dazu kommen.


Ich hatte bei der Abfahrt die Bekanntschaft eines netten Touristen aus Holland gemacht und so zogen wir den Tag über zusammen von einer Sehenswürdigkeit zur nächsten.



Sehr beeindruckt waren wir von der ausgestellten Saturn V Rakete und den ganzen Apollo Erinnerungsstücken.



Aber das tollste war ein simulierter Saturn V Start, den wir von einer Tribüne vor dem Originalkontrollzentrum verfolgen konnten!




Und dann die Zündung! Es war ein tolles Erlebnis, man bekam die Geräusche wie bei einem echten Start eingespielt samt Lichteffekten und dann vibrierte die ganze Tribüne während die Rakete abhob!


Danach fuhren wir wieder mit dem Bus hinaus zu den Startrampen, im Kies neben der Straße konnte man noch die Fahrspuren des letzten Spaceshuttles Atlantis sehen, der gerade in der Woche vor unserem Besuch wieder gelandet war.




Wieder zurück im Ausstellungsgelände schauten wir die Erinnerungsstücke der Gemini Expeditionen an, hier der Originalkontrollraum:



Der war doch um einiges kleiner als von den Apolloexpeditionen. Aber man konnte die ganze Geminimannschaft kennenlernen:



Auf dem Außengelände gab es auch viel Spannendes zu entdecken:



Hier die Original Gangway, durch die die Apollo 11 Astronauten zu ihrer Kapsel geschritten sind.

Und einen Nachbau der Kapsel :


Nix für ältere Leute!


Es gibt auch eine Gedenkstätte für all die Astronauten, die im Lauf der Jahre ums Leben gekommen sind



Und einen Trainingsspaceshuttle, den man besichtigen kann:


Und wer schon immer mal sehen wollte, wie die Toilette im Shuttle aussieht:


Und ein Satellit im riesigen Laderaum:


Außerdem kann man auch einen simulierten Shuttlestart miterleben


Mit allen möglichen Sicherheitshinweisen, aber läppisch gegen die Wildwasserfahrt im Universal Studios Park!


Alles in allem war der Ausflug die 100 Dollar, die er gekostet hat, mehr als wert! Vielleicht würde ich sogar nochmal hinfahren, wenn jemand mitfahren würde...


Kommt denn wirklich keiner mit mir mit? Ich will nächstes Jahr Anfang August nach New Orleans und vorher vielleicht ein paar Tage nach Orlando.


Mittwoch, 6. Juni 2012

Der Siamesische Friede von 2012

Weil ich ab und zu mal gefragt werde, was denn unsere beiden Katzen so machen:



Es herrscht Eitel Freundschaft und Sonnenschein! Hier wird gespielt und gerannt, dass kein Stein auf dem anderen bleibt!


Sogar das Körbchen auf dem Fensterbrett wird geteilt.



Rhani entdeckt ganz neue Welten!



Sogar gemeinsames Fernsehen ist angesagt!



Ich bin so froh und glücklich, dass meine beiden Mädels sich jetzt so gut vertragen.

Ich kann wirklich nur jedem raten, es mit viel Geduld und Liebe immer weiter zu versuchen, wenn die Katzen sich nicht auf Anhieb verstehen.





Es lohnt sich!


Mittwoch, 23. Mai 2012

Neanderthal Girl




Am letzten Sonntag erwachte der Beste Ehemann von allen schon morgens um halb acht Uhr mit den Worten: "Wo fahren wir hin?"

Dieses völlig unerwartete und erfreuliche Angebot musste ich natürlich sofort gnadenlos ausnutzen und eine Fahrt zur Barbiebörse in Düsseldorf vorschlagen, mit einem erneuten Versuch, anschließend das Neanderthal Museum in Mettmann zu besuchen. 2009 hatten wir das schon einmal versucht und unverrichteter Dinge wieder umdrehen müssen, weil wegen eines Volkslaufs das ganze Tal ein einziges großes Verkehrschaos war.


Nach drei Stunden Fahrt waren wir in Ratingen angekommen, wo ich binnen einer Stunde ein paar Worte mit meinen Sammlerfreunden reden und mein ganzes Geld ausgeben konnte!

Diese Puppe war ein absolutes Schnäppchen, ich weiß, sie sieht nach nix aus, aber ich hab sie gleich der Restauratorin meines Vertrauens mitgegeben und ich bin sicher, dass sie nach der Behandlung eine selten zu findende Schönheit sein wird.


Dieses Mädel hingegen war kein Schnäppchen, aber ich hab mich spontan in die tolle Haarfarbe aus dem ungewöhnlich weichen Material verliebt - und dazu die dunklen Augenbrauen - ist sie nicht schön? Sie bekommt auch von der Restauratorin noch ein paar Tupfer Farbe auf die Lippen, ich bin also mit leerem Geldbeutel und leerer Tasche in das zwischenzeitlich wieder vollgetankte Auto gestiegen, das uns dann in nur zwanzig Minuten zum Neanderthal Museum gebracht hat.


Gleich in der Eingangshalle steht dieser freundliche ältere Herr der Gattung Homo Neandethalensis, im Hintergrund sieht man einen ebenso freundlichen Herrn der Gattung Homo Sapiens Sapiens:



Die ganze Ausstellung ist so sehenswert und schön gemacht, man folgt dem Rundgang und gleichzeitig der Entwicklung der ganzen Menschheit. Immer wieder gibt es richtig schöne Überraschungen:


Dieser Herr war so freundlich, sich mit mir fotografieren zu lassen. Und hier kommt noch eine Nahaufnahme von ihm - ist er nicht toll!?!



Ich bin so begeistert von der Arbeit des Künstlers, der diese Neanderthaler geschaffen hat!

Hinter dem Museum beginnt ein kurzer Weg, der den Besucher zum Neanderthaler Fundort hinführt.


Immer an der Düssel entlang, es ist nicht mehr zu ahnen, dass der Ort im 19. Jahrhundert eine wildromantische Schlucht mit Höhlen in den Steilwänden gewesen ist, die durch den Kalksteinabbau völlig zerstört worden sind.


Nur ein einziger Felsen ist stehengeblieben, sodass man ahnen kann, wie das ganze Tal einmal ausgesehen hat.



Der Weg führt weiter bis zur Fundstelle, die durch diese rotweißen Stangen markiert worden ist. Fünf bis sechs Meter über dem jetzigen Bodenniveau lag einmal die Höhle mit den Neanderthalerknochen.




Es gibt auch einen Weg, den man entlanglaufen kann, dabei schreitet man die gesamte Menschheitsentwicklung ab. Besonders interessant fand ich, dass die meisten und größten Entwicklungen auf den letzten drei Metern stattgefunden haben.




Was hatte ich doch für einen schönen Tag!



Mittwoch, 9. Mai 2012

Liebling, ich habe die Liesl geschrumpft!

Bei unserem Maiausflug in der vergangenen Woche hat der beste Ehemann von allen dieses Foto von mir und meiner "ältesten" Freundin gemacht:



Als ich es abends gesehen habe, war ich schockiert - ich bin ja fünf Zentimeter kleiner als früher!

Unser ganzes Leben lang waren wir Freudinnen gleich groß, noch im Jahr 2008, wie dieses Beweisfoto zeigt:




Aber ich bin im Lauf der letzten Jahre nicht nur in der Länge geschrumpft, sondern auch in der Breite:



Aufgenommen im Jahr 2001 während meiner stärksten Phase, oh weiah.

In den Jahren darauf ging nur durch eine bewusstere Ernährung mein Gewicht so grammweise nach unten, ohne dass ich viel dafür getan habe, ich hatte irgendwo kapiert, dass Diäten bei mir eher kontraproduktiv waren - auf die Dauer gab es eher Zunahme statt Gewichtsverlust. Nach jeder Diät hatte ich ein Jahr später mehr Gewicht als vorher, das musste wohl der berühmte Jojo-Effekt sein, von dem man immer hört.




Aufgenommen im Sommer 2005 mit unserer lieben Mutter, die in Sandalen schneller den Berg hinaufgestiegen war, als ich mit meiner Ausrüstung. Aber immerhin, egal mit welchem Gewicht - ich habe immer versucht mich zu bewegen, als hätte ich Normalgewicht, auch wenn es manchmal schwer fiel.




Irgendwann Anfang Juni 2008 brachte der beste Ehemann von allen eine fotokopierte Seite aus einer Frauenzeitschrift mit nach Hause. Ein Kollege hatte mit der darin beschriebenen Methode 20 Kilo abgenommen.

Das war der Tag als Dr. Pape in mein Leben trat! Die Methode hieß "Schlank im Schlaf" und war wie für mich entwickelt. Dreimal am Tag richtig satt essen und dazwischen fünf Stunden Pause, in denen man nicht immer die Gedanken im Kopf wälzen musste, was man denn jetzt bitte als nächste Zwischenmahlzeit essen könnte.



Bis Weihnachten 2008 hatte ich durch diese Ernährungsumstellung fast mühelos 20 Kilo abgenommen, für mich war das wie eine Revolution!




Doch in den Monaten darauf ging es einfach nicht mehr weiter mit der Gewichtsabnahme, aber immerhin konnte ich das abgenommene Gewicht mehr oder weniger problemlos halten, wenn ich weiter nach der Methode Pape aß. Und das war mehr als ich bei jeder anderen Diät erlebt hatte!



Das war ein völlig neues Lebensgefühl für mich, auch der liebe Mann hatte mit der Methode schön abgenommen.



In den letzten beiden Jahren habe ich grammweise noch weitere fünf Kilo abgenommen, war Mitglied in einem Fitness-Studio geworden und hatte mich mit meinem neuen schlankeren Selbst nach anfänglichem Fremdeln ganz gut angefreundet.




Im vergangenen Winter war ich dann ein paar Wochen im Krankenhaus und habe in dieser Zeit nochmal zwölf Kilo abgenommen und es ist mir gelungen, diese nicht wieder zuzunehmen.



Natürlich darf auch das "ich habe 40 Kilo abgenommem!" Bild nicht fehlen:



Manchmal wünsche ich mir, dass meine Eltern mich heute sehen könnten...