Mittwoch, 29. September 2010

Besuch aus USA Teil 2

Am Tag darauf stand ein Besuch in Miltenberg auf dem Plan, zum Glück hat Barbie einen Smart, sodass es keine Parkplatzprobleme gab:



Ken war ganz begeistert von der Altstadt und den Fachwerkhäusern:


Besonders gut hat ihm das Gasthaus zum Riesen gefallen:



Am nächsten Tag musste Ken früh aufstehen, weil Barbie einen Ausflug zu Pferd geplant hatte:


Es hat großen Spaß gemacht, diese Bilder zu schießen - ganz besonders, weil an diesem Sonntagnachmittag etliche Spaziergänger unterwegs waren.

Besonders interessiert war eine Großmutter mit Enkelkind:

"Ouh - gugge mool Naddalie - was die Fraou do hot!"

(Oh - schau mal Nathalie, was die Frau da in der Hand hat!)

"For wos moche Sie'n do die Bilda vun denne Boppe?"

(Wozu machen Sie denn die Bilder von diesen Puppen?)

Zum Glück sind die beiden irgendwann mal weitergezogen, sodass ich in Ruhe meine anderen Fotos machen konnte:



Etliche Spaziergänger (und Erklärungen) später näherten wir uns dem Ziel:


Der letzte Anstieg war geschafft und wir erreichten die Ruine Wildenberg:


Barbie und Ken genossen die wunderbare Aussicht über den Odenwald:


Mein lieber Mann war inzwischen schon ganz schön genervt und posierte nur ungern für ein Foto:


Er meinte dann, dass es schlimmeres gäbe, als die "verrückte Barbie-Doll-Lady" genannt zu werden... nämlich mit ihr verheiratet zu sein! ;-)

Montag, 27. September 2010

Besuch aus USA Teil 1

Im Juli 2011 findet in Fort Lauderdale Florida die nächste Barbie Convention statt.
Da wird Kens fünfzigster Geburtstag gefeiert.




Aus diesem Anlass gibt es dieses Jahr eine Aktion des "Ken - he's a doll" - Clubs: ein Traveling Ken wird zu 20 Gastgebern geschickt, die Ken zu verschiedenen Aktivitäten mitnehmen sollen - auf die Arbeit, zu einer Feier, zu einer Sehenswürdigkeit - und dabei sollen jede Menge Fotos gemacht werden. Eine Auswahl der Fotos wird dann an einem Convention Abend auf der großen Leinwand im Saal gezeigt, wenn Kens fünfzigster Geburtstag gefeiert wird.

Ich habe mich auch gleich beworben und das Glück gehabt, ausgewählt zu werden, als einzige Gastgeberin außerhalb der USA.

Ende August kam die ersehnte Mail, dass Ken auf dem Weg zu mir wäre, per Eilsendung. Nachdem er eine Woche später noch nicht bei mir eingetroffen war, wurde ich erst unruhig, dann kam mir die Idee, mal bei unserem zuständigen Zollamt in Aschaffenburg anzurufen:


Ich: "Ja, grüß Gott, hier ist Frau Kootz aus Bürgstadt, ich weiß nicht, ob Sie sich an mich erinnern können..."

Zollbeamter: "Ja, natürlich erinnere ich mich an Sie, Frau Kootz" ("Oh Gott - die verrückte Barbie-Puppen-Sammlerin - bestimmt wartet sie wieder auf eine Puppe!")

Ich: "Ja, wissen Sie, ich warte mal wieder auf eine Puppe!"

Zollbeamter: "Ah ja."

Ich: "Kann es sein, dass Sie ein Paket für mich haben?"

Zollbeamter: "Ja, ich glaube, da ist gestern was für Sie gekommen." ("Oh je, hoffentlich hat mein Kollege Dienst, wenn sie es abholt!")

Ich:"Oh, das ist ja klasse, kann ich bitte jetzt gleich kommen, um es abzuholen?"

Zollbeamter: "Ja selbstverständlich!" ("Ohhhhh neeeeiiiiiiinnnnn!")


Also machte ich mich sofort auf den Weg nach Aschaffenburg zum Zollamt.




Ich musste auch gar nicht warten und schnell war mein Paket gefunden:




Und Ken aus seinem Gefängnis befreit:




Kommentar des Zollbeamten: "Na, der muss ja erstmal zum Friseur!"


Noch am Nachmittag ging ich dann mit Ken ins Städtchen auf die Messe:





Zum Glück fand ich in meinem Fundus auch für ihn ein zünftiges Gewand!




Mein Tipp ist, dass eines dieser beiden Fotos nächstes Jahr in Florida gezeigt wird!


Dienstag, 21. September 2010

Wanderer kommst Du nach Adventon

Am vergangenen Wochenende hatte ich lieben Besuch aus Köln - eine Freundin war gekommen, weil sie nach Adventon wollte.

Am Samstagmorgen waren wir dann bereit für unseren Ausflug ins Mittelalter:





















An diesem Wochenende gab es Wikinger zu sehen - und davon gab es reichlich:




















Es wurde hart gekämpft bis zum bitteren Ende:




















Die Verlierer landeten im Staub:


























doch die Sieger wurden erhöht!



























Danach gab es Wikinger zum Anfassen für jeden:






















Wir blieben bis zur Dämmerung - erst als die Schlafwandler rauskamen, sind wir auch gegangen!



Freitag, 16. April 2010

In Memoriam Bernhard Karpf

Nach einer längeren Sendepause melde ich mich heute mal wieder, weil morgen mein "großer Bruder" Bernd 60 Jahre alt geworden wäre.

Statt morgen auf ein rauschendes Fest zu seinem 60. Geburtstag zu fahren, will ich mit ein paar Zeilen und einigen Bildern an ihn erinnern.



Bernd war das erste Kind meiner Eltern. Als er geboren wurde, war meine Mutter gerade 20 Jahre alt geworden, mein Vater war noch nicht ganz 25. Es ist heute schwer vorstellbar, dass das in den 50er Jahren ein ganz normales Alter war, das erste Kind zu bekommen.

Eineinhalb Jahre später wurde meine Schwester geboren - die kleine Familie lebte bis kurz vor meiner Geburt in einer Mühle im Spessart.



1959 zogen wir alle nach Walldürn, wo ein paar Jahre später noch mein jüngster Bruder dazu kam. Bei seiner Geburt war meine Mutter 34 Jahre alt und fühlte sich im Vergleich zu den anderen Müttern auf der Geburtsstation uralt! ;-)

Vor zwei Jahren habe ich mich mit einem Jugendfreund von Bernd getroffen, um von ihm zu erfahren, was für ein Mensch mein Bruder war. Als kleine Schwester habe ich von seinem Leben außerhalb der Familie nicht viel mitbekommen. Mein Bruder muss wirklich ein außergewöhnlich positiver und lebensfroher Mensch gewesen sein, der immer einen lockeren Spruch drauf hatte. Die Tatsache, dass er seinen Freunden heute noch so sehr fehlt, dass man nur unter Tränen über ihn sprechen kann, sagte mir mehr als die Erzählungen.

Meinen Bruder Bernd habe ich zum letzten Mal lebend gesehen, als er am Morgen, bevor er nach seinem Weihnachtsurlaub zurück nach Fürstenfeldbruck fahren wollte, zu mir ins Zimmer kam und fragte, ob ich etwas für ihn zu lesen hätte, er bräuchte was für die Fahrt. Leider hatte ich nichts, was er noch nicht gelesen hatte, also hat er sich wahrscheinlich gelangweilt auf seinem Weg. Ich bin nicht mal sicher, ob ich ihm richtig auf Wiedersehen und gute Fahrt gewünscht habe, was mir immer noch leid tut.



Am 2. Februar kam mein Vater überraschenderweise mitten am Tag von der Arbeit nach Hause und teilte meiner Mutter und uns Geschwistern mit, dass unser Bernd in der Nacht tödlich verunglückt war.

Ich hatte meinen Vater noch nie vorher weinen sehen und konnte das nur schwer aushalten. Ich hatte das starke Bedürfnis, mit meiner Trauer allein zu sein, also machte ich mich auf den Weg in das Wäldchen, das ein paar Minuten von unserer Straße entfernt lag, und umarmte ein paar Bäume. Das half mir aber auch nicht recht weiter, nach einer Stunde fand mich mein verzweifelter Vater, und es tut mir leid, dass ich meinen Eltern noch mehr Kummer gemacht habe.

Das Leben nach dem Tod meines Bruders war nicht mehr dasselbe wie vorher und ich vermisse ihn heute noch - meinen großen Bruder:



Bernhard Karpf

17.04.1950 - 02.02.1973


Sonntag, 3. Januar 2010

Willkommen zum Ratespiel!

Das hier hat mein lieber Kater vor einer Viertelstunde von seinem Abendspaziergang mitgebracht und auf dem Fensterbrett abgelegt:



Es gibt ja jetzt verschiedene Erklärungsmöglichkeiten:

1. Er hat es auf einem Komposthaufen gefunden, aber wer wirft eine rohe Bratwurst auf den Kompost?

2. Jemand hat die arme dünne Katze damit gefüttert? Immerhin fehlt schon ein Stück!

3. Er ist (nicht zum ersten Mal) durch ein Fenster oder die Katzenklappe in ein Nachbarhaus eingedrungen und hat es dort gestohlen?

4. ?

Kaio ist übrigens im Moment damit beschäftigt nach seinem Mitbringsel zu suchen, das inzwischen in unserer Mülltonne Kater-sicher entsorgt worden ist!