Dienstag, 15. März 2011

Ein Hoch auf deutsches Werkzeugbau - Knowhow!

Und ganz besonders auf Firma Roll GmbH und ihre professionellen Boden-Stripper-Werkzeuge!

Für nur 30 Euro am Tag kann man so ein Gerät ausleihen:


Und von einem kräftigen jungen Mann bedienen lassen


(keine Ahnung was meine Kamera für ein Problem bei dem Foto hatte)

Und nur drei Stunden später hat man einen Teppichboden-freien Raum:


Vielleicht bleib ich doch noch ein bisschen hier, bevor ich nach Italien auswandere...

Sonntag, 13. März 2011

Teppich des Grauens

Wie meine geschätzten Leser sich vielleicht noch erinnern werden (jaja, der letzte Post ist lange her) haben der beste Ehemann von allen und meine Wenigkeit nach Weihnachten unser Gästebad renoviert.

Weil das so schön geworden ist, haben wir danach in unserem jugendlichen Leichtsinn damit begonnen, das angrenzende Gästezimmer zu renovieren. Zuerst haben wir die Holzdecke abgenommen:


anschließend die Tapeten entfernt und letzte Woche, also in den Winterferien, wollten wir dann auch noch mal eben den Teppichboden entfernen.

Dieser wurde erst vor ca. 10 Jahren verlegt, weil der Vorgänger sehr abgenutzt war - eigentlich wäre er noch gar nicht so schlecht gewesen, aber wenn man schon am renovieren ist, soll es auch gleich einen neuen Laminatboden geben.

Der beste Ehemann von allen fing schon mal mit der Arbeit an, während ich noch schnell eine Besorgung machte. Als ich eine Stunde später zurück kam, hatte er erst einen Streifen von ca. 10 x 30 Zentimetern freigelegt!

Na, da sollte er doch mal eine Fachfrau ran lassen! Mit einem normalen Spachtel war da nix zu wollen - da mussten stärkere Geschütze aufgefahren werden:


Mit eher geringem Erfolg, wie ich leider gestehen muss. Man kann das auf dem Bild nicht so gut erkennen, jedenfalls ist es so, dass die Teppichschlingen sich untrennbar mit dem Estrich verbunden haben. Wenn man versucht den Teppich am Stück abzuziehen, hat man das Gittergewebe in der Hand - und die Schlingen kleben noch am Boden!

Zum Glück hatte unser zu Hilfe gerufener Haus - und Hofhandwerker einen langen Spachtel in seinem Werkzeugfundus - damit musste es doch besser gehen!


Nach einer Stunde angestrengter Arbeit zu zweit hatten wir ca. 1 Quadratmeter Teppichboden abgetragen - man kann sich jetzt leicht ausrechenen, wieviel Arbeit das x 37 Quadratmeter bedeutet!

Die Teppichgeschichte hindert jetzt die ganze Renovierung am Voranschreiten - diese Woche ist die neue Decke montiert worden:


und der Voranstrich für den Rauhputz auf die Wände aufgetragen:


Falls wir in der kommenden Woche den Teppich irgendwie (Salzsäure? Flammenwerfer?) entfernen können, wird vielleicht bis Ende des Monats der Boden noch verlegt - und unsere Garage wieder mit dem Auto befahrbar:


und vielleicht kann man dann sogar die ganzen Kisten voller Barbiepuppen wieder aus dem Schlafzimmer entfernen:


Der geneigte Leser kann sich vielleicht vorstellen, dass ich mich weit weg träume...


Seufz!

Freitag, 4. Februar 2011

Kurzer Zwischenbericht von der Badrenovierung

Uff - nach nur 3 Wochen sind die Fliesenarbeiten beendet, wenn alles gut geht, werden am kommenden Dienstag die Sanitärobjekte eingebaut:


Wir sind noch am Diskutieren, ob ich das Fenster innen weiß streichen darf. Jetzt wird aber erst mal abgewartet, bis der Vorhang montiert worden ist, wenn das braune Fenster mich dann immer noch stört, werde ich es an einem Vormittag mal streichen. ;-)

Das nächste Projekt ist eine komplette Renovierung von Decke (30 Jahre alte Holzdecke mit Spalten), Bodenbelag (hässlicher billiger Teppichboden) und Wände (etliche mal überstrichene Rauhfasertapete) in meinem Dollroom. Wenn ich Pech habe, geht die Arbeit in 14 Tagen schon los, wenn ich Glück habe, erst in drei Wochen. Hülfeeee!!

(Ja, den Spiegel muss ich noch putzen!)

Sonntag, 23. Januar 2011

Warum ich nicht gebloggt habe...

Jaaaa.... - vielleicht weil mein Arbeitsplatz an meinem Hauptcomputer seit mehreren Wochen so aussieht:


Irgendwie sitzt es sich da nicht so gemütlich, ich weiß auch nicht, warum!

Der Grund für die Baustelle ist, dass der beste Ehemann von allen unser Gästebad renovieren möchte:


Man beachte die Farbgestaltung von 1981!

Momentan sieht die Baustelle so aus:


Durch eine feuchte Außenwand und losen Putz auf der gesamten Fensterseite waren etliche Stunden zusätzlicher Vorarbeiten nötig, bis hoffentlich morgen die ersten Fliesen geklebt werden können.


Ich gelobe danach einen ausgiebigen Bericht über meine Bahnfahrt zur Barbieconvention in Köln am vierten Advent einschließlich detaillierter Verspätungs-Zuglaufpläne zu schreiben. ;-)

Sonntag, 5. Dezember 2010

Weihnachtsmarktathon


Am ersten Adventswochenende machte ich mich auf, drei verschiedene Weihnachtsmärkte zu besuchen: am Samstagmittag den Weihnachtsmarkt der Johannesberg Schule in Mosbach, am Samstagnachmittag den Weihnachtsmarkt in Amorbach und am Sonntag den Adventsbasar in Hohenroth.

Der Samstag verlief erfreulich wie jedes Jahr, guten Kuchen gabs wie immer am Büffet, warmen Kinderpunsch in Amorbach, Marmeladen am Verkaufsstand der Mittelschule und dicke-Backen-Musik vor dem Rathaus.

Und weil wir am Samstag in Amorbach so erbärmlich gefroren hatten, haben wir uns für den Sonntag besonders warm angezogen - lange Unterhosen, zwei Paar Socken, Schal, Stirnband, Handschuhe und Fleeceweste unter der Jacke! Ha!

An der Bushaltestelle für den Shuttlebus von Gemünden nach Hohenroth standen noch mehr ähnlich warm angezogene Menschen voller Erwartung


- nach fünf Minuten kam der Bus, der schon sehr voll aussah. War er auch, die Busfahrerin stieg kurz aus und teilte uns mit, dass sie noch zehn Stehplätze hätte! Hurra - kein Problem - die fünf Minuten Wegstrecke vom Park and Ride - Parkplatz bis nach Hohenroth lassen sich ja problemlos durchstehen! Also stiegen wir munter und voll froher Erwartung in den Bus.

Auf der Fahrt begrüßte die Fahrerin uns kurz im Namen ihre Unternehmens und gab noch kurze Hinweise, welchen Bus wir für die Rückfahrt benutzen sollten - und dass die Fahrt kostenlos wäre, aber sie und ihre Kollegen natürlich dankbar für ein Trinkgeld wären.

Dann ging die Fahrt auch munter weiter nach Rieneck hinein.... und an der Auffahrt nach Hohenroth vorbei. Hm! "Naja, vielleicht kennt sie ja eine weniger enge und steile Strecke rauf nach Hohenroth?" dachte ich so bei mir, während ich mich weiter munter festklammerte und mal den obersten Knopf meiner Winterjacke öffnete. Weiter ging es durch ganz Rieneck hindurch (wusste gar nicht, dass der Ort soo groß ist - und so eine kurvenreiche Ortsdurchfahrt hat) und auf der Landstraße weiter, weiter und immer weiter. Immer noch unternahm unsere Fahrerin keinerlei Anstalten den Weg hinauf nach Hohenroth zu nehmen, inzwischen waren 15 Minuten seit unserem Einstieg in den Bus vergangen und ich öffnete weitere Knöpfe an meiner Jacke, während ich mich mit einer Hand weiter festhielt.

Da wir sehr weit hinten im Bus standen, hatten wir auch keinerlei Möglichkeit, Kontakt zur Fahrerin aufzunehmen, wann wir denn nun nach Hohenroth fahren würden - vielleicht waren wir ja im falschen Bus? Mir lief langsam der Schweiß den Rücken runter und die Scheiben am Bus beschlugen immer mehr, sodass wir praktisch im Blindflug weiter und weiter fuhren, immer tiefer in den Spessart hinein.



Nach weiteren fünf Minuten erreichten wir den nächsten Ort, Burgsinn genannt, den wir auch munter weiter durchquerten und immer noch weiter ging die Fahrt, inzwischen lief mir der Schweiß auch von der Stirn, zum Glück trug ich ja mein warmes Stirnband, das die meiste Feuchtigkeit aufnahm. Burgsinn hatten wir auch längst hinter uns gelassen und so langsam dämmerte es auch den anderen Passagieren, dass irgenwas mit unserer Shuttlebusfahrt nicht so ganz stimmte - und es wurden Vermutungen laut, dass wir vielleicht zum Weihnachtsmarkt "auf der Schanz" führen, aber so ganz glücklich war keiner mit der Vorstellung, wenn man ja nach Hohenroth wollte - aber ein Trost blieb uns: "Immerhin ist es umsonst!"

Endlich, nach mehr als 20 langen Minuten verlangsamte sich die Fahrt und es gab eine Wendemöglichkeit, die auch wahrgenommen wurde. Nachdem wir dann auf wieder auf dem Rückweg nach Rieneck waren, ergriff die Fahrerin kurz und ziemlich kleinlaut das Wort und erklärte uns, dass sie leider an der Auffahrt nach Hohenroth vorbeigefahren wäre und dass wir jetzt aber dann doch noch hinauffahren würden!

Ich stand inzwischen in einer kleinen Schweißlache und war damit beschäftigt, mich so festzuhalten, dass ich nicht ausrutschte und schloss mich dem allgemeinen Murren des Volkes an - und Trinkgeld haben wir keines gegeben!