Montag, 11. Oktober 2010

Mit Berge und Meer nach Kappadokien

Am 30. September flog ich mit meiner Gymnastikfreundin Esther von Nürnberg nach Antalya. Dieses Mal erfreulicherweise mit TuiFly und nicht mit einer obskuren türkischen Airline wie vor drei Jahren, als die Maschine nur durch das kontinuierliche und inbrünstige Gebet der Passagiere in der Luft blieb.

In Antalya war es abends um halb neun noch 27 Grad warm - und dazu noch gefühlte 110 % Luftfeuchtigkeit, blaahh! Das Hotel Perla Mare war mal wieder typisch Berge und Meer: Preis-Leistung-Verhältnis gerade noch akzeptabel - abgewohnt, aber sauber, gute Lage. Unfreundlicherweise gab es nichts mehr zu essen, weil unser Flugzeug verspätet ankam. Eigentlich hätte ich um 21.30 Uhr noch was erwartet, vielleicht nicht mehr das komplette Büffet, aber wenigstens ein paar Stück Brot und ein paar Oliven wären schön gewesen. Glücklicherweise hatte ich eine Packung Butterkekse eingepackt!



Zu unserer großen Freude durften wir am nächsten Morgen schon um sieben Uhr mit dem Bus 700 Kilometer weit ins zentral-anatolische Hochland nach Kappadokien fahren, nicht 530 km wie es im Berge und Meer Katalog stand. Die Fahrt dauerte 13 Stunden, das war wirklich grenzwertig für mein Sitzfleisch.


Unser Reiseleiter stellte sich im Bus vor und fing dann an, uns so allgemeine Verhaltenstipps zu geben, was man nicht anziehen sollte, und kein Leitungswasser trinken und vor allem solle man keine billigen Döner für 50 Cent essen, sondern die besseren für 2,50 Euro. Ausführlich erzählte er auch von den Leiden zweier Reiseteilnehmer seiner letzten Gruppe, die fürchterlichen Brechdurchfall hatten, weil sie ein Fischbrötchen vom Straßenstand gegessen hätten. Aber wir sollten uns keine Sorgen machen - es gäbe alle guten Medikamente gegen Reisekrankheiten auch in der Türkei zu kaufen - und billiger als in Deutschland!



Naja, wie soll ich sagen - nicht mal eine Stunde später musste der Bus auf der vierspurigen Bundesstraße rechts anhalten, damit unser Reiseleiter sein Frühstück wieder von sich geben konnte. Er war zwei Tage lang sowas von krank, zum Glück gibt es auch in Kappadokien Apotheken!

Mir jedenfalls ging es dank der Tipps unseres Reiseleiters die ganze Woche über blendend, wenn man mal von Schlafmangel aufgrund harter Betten und frühmorgendlicher Muezzin-Rufe absieht.


Das Hotel in Kappadokien war um Längen besser als das in Antalya, neu, sauber, eigene Thermalquelle und tolles Essen. Der einzige Haken war, dass es mehr als eine Stunde Busfahrt von den Sehenswürdigkeiten Kappadokiens entfernt liegt. Es fehlten uns also jeden Tag mehr als zwei Stunden für unser Ausflugs- und Besichtigungsprogramm, wenn man die für drei Tage zusammenzählt, hätte es fast auch eine Reise getan, bei der nur drei Nächte in Kappadokien vorgesehen sind, man aber mitten im Touristengebiet untergebracht wäre.


Die Landschaft in Kappadokien ist unvergleichlich, es kommen einem Begriffe wie "Grand Canyon für Arme" und "Arizona Anatoliens" in den Sinn, aber das trifft es alles nicht - man muss selbst hinfahren und mit offenem Mund staunend vor der Schönheit des Landes stehen!

Es wurde für 120 Euro auch eine Ballonfahrt angeboten, die ich aber dankend abgelehnt habe - Abfahrt war um 4.15 Uhr morgens! Glücklicherweise haben meine beiden Reisebegleiterinnen die Strapaze auf sich genommen und wurden auch mit einem unvergesslichen Erlebnis (und tollen Fotos) belohnt:


Sehr beeindruckt war ich auch von der Meditation der Tanzenden Derwischen, die wir (gegen Aufpreis) miterleben durften, Photographieren und Klatschen war nicht erlaubt. Erst hinterher kamen drei der Mönche noch einmal zurück und drehten sich noch mal für wenige Sekunden, damit man ein paar Bilder machen konnte.



Und die Höhlenkirchen! Und die unterirdischen Städte! Die muss man einfach gesehen haben!


Ich bin ganz sicher, dass ich noch einmal nach Kappadokien reisen werde, aber genauso sicher bin ich, dass ich nicht mehr von Antalya mit dem Bus hinfahren möchte! Alles in allem war das Preis-Leistungs-Verhältnis der Reise in Ordnung, wie eigentlich jedes Mal bei Berge-und-Meer-Reisen. Bei einer 3-Sterne-Reise darf man halt keine 5 Sterne Ansprüche haben, auch wenn's manchmal schwer fällt!

Zum Glück gibt es einen Flughafen in der Stadt Kayseri, die nicht mal eine Stunde von den größten Sehenswürdigkeiten entfernt liegt. Wenn der beste Ehemann von allen in fünf Jahren wirklich in Vorruhestand gehen kann, werde ich ihn schon mit angeblichen Golfplätzen hinlocken - und dann wird gewandert! ;-)


Viele Grüße auch an meine Reisebegleiterin Esther, die mir die ganze Woche über eine gute Freundin gewesen ist - und mir vor dem Tor der Karawanserei ein paar lustige Hasenohren verpasst hat! ;-) Danke!

Freitag, 8. Oktober 2010

Wanderer kommst Du nach Kappadokien


vergiss nicht die zusätzliche Speicherkarte für die Digitalkamera!



Ich bin gestern Abend wieder zuhause eingetroffen - und morgen geht es zum Wandern in den Odenwald, ähäm.

Mehr Bilder und einen kleinen Bericht über meine Türkeireise gibt es dann also irgendwann kommende Woche.

Mittwoch, 29. September 2010

Besuch aus USA Teil 2

Am Tag darauf stand ein Besuch in Miltenberg auf dem Plan, zum Glück hat Barbie einen Smart, sodass es keine Parkplatzprobleme gab:



Ken war ganz begeistert von der Altstadt und den Fachwerkhäusern:


Besonders gut hat ihm das Gasthaus zum Riesen gefallen:



Am nächsten Tag musste Ken früh aufstehen, weil Barbie einen Ausflug zu Pferd geplant hatte:


Es hat großen Spaß gemacht, diese Bilder zu schießen - ganz besonders, weil an diesem Sonntagnachmittag etliche Spaziergänger unterwegs waren.

Besonders interessiert war eine Großmutter mit Enkelkind:

"Ouh - gugge mool Naddalie - was die Fraou do hot!"

(Oh - schau mal Nathalie, was die Frau da in der Hand hat!)

"For wos moche Sie'n do die Bilda vun denne Boppe?"

(Wozu machen Sie denn die Bilder von diesen Puppen?)

Zum Glück sind die beiden irgendwann mal weitergezogen, sodass ich in Ruhe meine anderen Fotos machen konnte:



Etliche Spaziergänger (und Erklärungen) später näherten wir uns dem Ziel:


Der letzte Anstieg war geschafft und wir erreichten die Ruine Wildenberg:


Barbie und Ken genossen die wunderbare Aussicht über den Odenwald:


Mein lieber Mann war inzwischen schon ganz schön genervt und posierte nur ungern für ein Foto:


Er meinte dann, dass es schlimmeres gäbe, als die "verrückte Barbie-Doll-Lady" genannt zu werden... nämlich mit ihr verheiratet zu sein! ;-)

Montag, 27. September 2010

Besuch aus USA Teil 1

Im Juli 2011 findet in Fort Lauderdale Florida die nächste Barbie Convention statt.
Da wird Kens fünfzigster Geburtstag gefeiert.




Aus diesem Anlass gibt es dieses Jahr eine Aktion des "Ken - he's a doll" - Clubs: ein Traveling Ken wird zu 20 Gastgebern geschickt, die Ken zu verschiedenen Aktivitäten mitnehmen sollen - auf die Arbeit, zu einer Feier, zu einer Sehenswürdigkeit - und dabei sollen jede Menge Fotos gemacht werden. Eine Auswahl der Fotos wird dann an einem Convention Abend auf der großen Leinwand im Saal gezeigt, wenn Kens fünfzigster Geburtstag gefeiert wird.

Ich habe mich auch gleich beworben und das Glück gehabt, ausgewählt zu werden, als einzige Gastgeberin außerhalb der USA.

Ende August kam die ersehnte Mail, dass Ken auf dem Weg zu mir wäre, per Eilsendung. Nachdem er eine Woche später noch nicht bei mir eingetroffen war, wurde ich erst unruhig, dann kam mir die Idee, mal bei unserem zuständigen Zollamt in Aschaffenburg anzurufen:


Ich: "Ja, grüß Gott, hier ist Frau Kootz aus Bürgstadt, ich weiß nicht, ob Sie sich an mich erinnern können..."

Zollbeamter: "Ja, natürlich erinnere ich mich an Sie, Frau Kootz" ("Oh Gott - die verrückte Barbie-Puppen-Sammlerin - bestimmt wartet sie wieder auf eine Puppe!")

Ich: "Ja, wissen Sie, ich warte mal wieder auf eine Puppe!"

Zollbeamter: "Ah ja."

Ich: "Kann es sein, dass Sie ein Paket für mich haben?"

Zollbeamter: "Ja, ich glaube, da ist gestern was für Sie gekommen." ("Oh je, hoffentlich hat mein Kollege Dienst, wenn sie es abholt!")

Ich:"Oh, das ist ja klasse, kann ich bitte jetzt gleich kommen, um es abzuholen?"

Zollbeamter: "Ja selbstverständlich!" ("Ohhhhh neeeeiiiiiiinnnnn!")


Also machte ich mich sofort auf den Weg nach Aschaffenburg zum Zollamt.




Ich musste auch gar nicht warten und schnell war mein Paket gefunden:




Und Ken aus seinem Gefängnis befreit:




Kommentar des Zollbeamten: "Na, der muss ja erstmal zum Friseur!"


Noch am Nachmittag ging ich dann mit Ken ins Städtchen auf die Messe:





Zum Glück fand ich in meinem Fundus auch für ihn ein zünftiges Gewand!




Mein Tipp ist, dass eines dieser beiden Fotos nächstes Jahr in Florida gezeigt wird!


Dienstag, 21. September 2010

Wanderer kommst Du nach Adventon

Am vergangenen Wochenende hatte ich lieben Besuch aus Köln - eine Freundin war gekommen, weil sie nach Adventon wollte.

Am Samstagmorgen waren wir dann bereit für unseren Ausflug ins Mittelalter:





















An diesem Wochenende gab es Wikinger zu sehen - und davon gab es reichlich:




















Es wurde hart gekämpft bis zum bitteren Ende:




















Die Verlierer landeten im Staub:


























doch die Sieger wurden erhöht!



























Danach gab es Wikinger zum Anfassen für jeden:






















Wir blieben bis zur Dämmerung - erst als die Schlafwandler rauskamen, sind wir auch gegangen!